Fast die gesamte obere Marktstraße inklusive denkmalgeschützter Gebäude soll abgerissen werden. Das sind Veränderungen wie sie unser Giengen seit dem Stadtbrand 1634 in der Innenstadt noch nicht gesehen hat! Insbesondere beim Müller-Areal soll die historische Bausubstanz zerstört werden. Hier finden Sie eine Übersicht der denkmalgeschützten Gebäude in Giengen.

1 = Barfüsser: ehemals Lamm/Kirchgasse – derzeit Baugrube
2 = Dienstleistungszentrum: von Marktstraße her: Tedi, Kanne, Ehem. BW-Bank
3 = Müller-Areal: von Marktstraße her: ehem. Cafe DejaVu, Müller, Rösle, Metzgerei Herrmann(?)
4 = Ehem. Gerberei Böckh (von Stadt erworben; der Gebäudeteil entlang der Lederstraße steht unter Denkmalschutz)


19.03.24: Die Landtagsabgeordneten Barbara Saebel und Martin Grath besichtigen die Altstadt Giengens. Unsere Schatzmeisterin Edith Bachmeyer hatte Frau Saebel in ihrer Funktion als Sprecherin für Denkmalschutz und Kulturerbe der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen über die geplanten Abrisse in der Giengener Innenstadt informiert. Dies war Frau Saebel so wichtig, dass sie von sich aus Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnahm. Nach Besichtigung der Stadt fand ein Gespräch mit Herrn Bürgermeister Fuchs und Frau Schnürle, Leiterin des Bauamts, statt. In diesem Gespräch betonte Frau Saebel, wie wichtig es ist für den Erhalt historischer Gebäude einzustehen und diese zu entwickeln. Im Nachgang überließ sie der Stadtverwaltung den Leitfaden zum Einsatz von Rechtsinstrumenten beim Umgang mit verwahrlosten Immobilien“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). und schrieb: „Unser aller Ziel muss ja mit Blick auf Klimawandel und Ressourcenmangel sowie knapper staatlicher Kassen der Erhalt von Bausubstanz sein. Insofern hoffe ich, dass Sie unseren Besuch als Anregung nehmen, das Stadtbild überall dort zu erhalten, wo es möglich ist.“


13.03.24: In einem Offenen Brief an Herrn Oberbürgermeister Henle fordern wir insbesondere eine nenneswerte Bürgerbeteiligung. Wir zeigen auf, was unsere Altstadt so sympathisch und attraktiv macht, fordern Denkmalschutz ein und den Erhalt der historischen Struktur. Damit wir Bürgerinnen und Bürger uns die Dimensionen der Veränderungen überhaupt vorstellen können, fordern wir beim Neubau des Dienstleistungszentrums ein maßstäbliches städtebauliches Modell.
Am 25.03.24 hat die Heidenheimer Zeitung über unseren Brief berichtet. Den Artikel finden Sie hier.


05.02.24: Seit heute ist die europaweite Ausschreibung zur Konzeptvergabe Marktstrasse auf https://ted.europa.eu/de/ online. Es geht um das in der obigen Karten mit „2“ bezeichnete Gebiet. Interessierte Projektträger haben ganze sechs Wochen Zeit, ein Konzept mit allen Unterlagen für die Marktstrasse zu erarbeiten (Einreichtungsfrist ist der 15.03.2024). Planungsbüros ohne bereits erhaltene Vorabinformationen dürften es sehr schwer haben, in dieser kurzen Zeit ein Konzept zu entwickeln. Oder warten Projektträger nur darauf, bis es in Giengen eine Ausschreibung gibt? Warum wurde die Frist nicht länger gewählt? Solldamit die Auswahl der Projektträger künstlich begrenzt werden? Hier können Sie die Ausschreibung herunterladen.


27.10.23: Artikel in der HZ zum Thema „So sieht der Zeitplan für Abriss und Neubau bei Müller und mehr in der Giengener
Marktstraße aus.

19.10.23: Sitzung des Gemeinderats mit Beschluss, das Sanierungsgebiet Stadtmitte zu erweitern und die Sanierungsziele neu zu bestimmen. Hier sind die Anlage und der Beschluss dazu.

20.07.23: Sitzung des Gemeinderats mit Konzeptvergabe des Dienstleistungszentrums. Hier die Präsentation dazu.
Der Beschluss lautet: „Die Verwaltung wird ermächtigt, das Konzeptvergabeverfahren für die Veräußerung der Flurstücke 36, 37, 37/2, 37/3, 39, 40, 40/1, 40/2, 40/3, 40/4, 40/5 und 43/13 (Teilfläche) in die Wege zu leiten und die beigefügten Auslobungsunterlagen, erstellt von Reschl Stadtentwicklung GmbH und Co. KG in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Giengen mit nachstehender Änderung zu veröffentlichen.“